Das Museum

Hintergrund, Geschichte und Sammlung

Erdgeschoß – Geschichte des Hauses und der Region

Im Erdgeschoß beginnt die Entdeckungsreise durch die forstliche Vergangenheit des Erzbergs. Der historische Innerberger Getreidespeicher aus dem Jahr 1771 bildet den Rahmen für einen Blick zurück in jene Zeit, in der die Forstwirtschaft und die Holzkohleproduktion die Grundlage der Eisenverarbeitung bildeten. Die Ausstellung zeigt, wie Holz über Jahrhunderte gewonnen, transportiert und verarbeitet wurde. Schlittenbringung, Fuhrwerke und die Waldbahnen machen sichtbar, wie körperlich anspruchsvoll und technisch herausfordernd die Arbeit im Gebirge war. Besucher erhalten hier ein lebendiges Bild davon, wie eng die Region mit dem Wald und seinen Ressourcen verbunden war.

1. Obergeschoß – Arbeit, Ausbildung und Waldwissen

Im ersten Obergeschoß steht der Mensch im Mittelpunkt: der Holzknecht, der sich im Laufe der Zeit zum modernen Forstfacharbeiter entwickelte. Die Ausstellung zeigt die Veränderung der Werkzeuge, die Entwicklung der Arbeitsmethoden und die zunehmende Professionalisierung des Berufsstandes. Gleichzeitig wird der Wald als komplexer Lebens- und Arbeitsraum vorgestellt – vom Samenkorn über die Pflege bis zur Holzernte. Ergänzt wird dieser Bereich durch zahlreiche forstkulturelle Schätze sowie eine anschauliche Darstellung der unterschiedlichen Waldformen Österreichs, die vom ursprünglichen Urwald bis zum intensiv genutzten Wirtschaftswald reichen. Auch das Leben der Arbeiter, ihre Ernährung und ihr Alltag werden greifbar gemacht.

2. Obergeschoß – Holzbringung zu Wasser und zu Land

Das zweite Obergeschoß widmet sich den Transportwegen des Holzes – zu Wasser und zu Land. Die Region rund um Enns und Salza war über Jahrhunderte geprägt von der Trift und Flößerei, die den Wasserweg zu einem der wichtigsten Transportmittel machte. Modelle und historische Anlagen zeigen, wie Holz mithilfe von Klausen und Rechenanlagen sicher durch die Flüsse geleitet wurde. Ebenso werden Riesen und Seilbahnen vorgestellt, die vor allem in den vielen Seitentälern unverzichtbar waren. Die Ausstellung spannt den Bogen bis in die Gegenwart, in der die einstigen Arbeitsgewässer heute vor allem für Wildwassersport genutzt werden – ein eindrucksvoller Wandel der Landschaftsnutzung.

3. Obergeschoß – Kohle, Harz und Zukunft

Im obersten Stockwerk stehen zwei traditionelle Waldberufe im Zentrum: die Herstellung von Holzkohle in Meilern und das Pecherhandwerk, bei dem Harz gewonnen wurde. Beide Tätigkeiten prägten über Jahrhunderte das wirtschaftliche Leben der Region. Ergänzt wird dieser Bereich durch das Gesäusekino, das eindrucksvolle Natur- und Kulturaufnahmen zeigt, sowie durch wechselnde Sonderausstellungen. Diese richten den Blick auf aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen der Forstwirtschaft und der Region.

4. Obergeschoß Depot – Die Archivkammer des Silvanum

Das begehbare Archiv des Silvanum bietet allen, die tiefer in die Materie eintauchen möchten, Zugang zu einer außergewöhnlich umfangreichen Sammlung. Hier werden historische Dokumente, Pläne, Fotografien, Modelle und weitere wertvolle Zeitzeugnisse aufbewahrt. Das Archiv lädt dazu ein, die forstliche Geschichte der Region im Detail zu erforschen und die Vielfalt der überlieferten Schätze zu entdecken.